Recycling-Sack
Sac de Recyclage
Sacco di Riciclaggio

IG Recycling-Sack
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Glossar

Nachfolgend finden Sie Definitionen zu verschiedenen Begriffen, die im Zusammenhang mit dem Recycling-Sack relevant sind.

Bundesamt für Umwelt; die Umweltfachstelle des Bundes gehört zum Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK

Gerät zur Öffnung von zu Ballen verpresstem, verdichtetem Material

Gerät zur Verdichtung des Sammelmaterials zu sogenannten Ballen

Dieses Gerät ist Teil einer Sortieranlage, welches auf mechanischem Weg flächige Bestandteile (z.B. Folien oder Tragtaschen) aussortiert.

Flexibler Schüttgutbehälter aus stabilem Kunststoffgewebe

Geschlossener Materialkreislauf der vorsieht, dass aus einer gebrauchten Flasche wieder eine neue Flasche hergestellt wird. Kurz auch «B2B» genannt. Ein Bottle-to-Bottle-Recycling kennen wir heute schon z.B. bei den PET-Getränkeflaschen. Eine PET-Getränkeflasche wird heute zu 40-50% nach dem B2B-Verfahren hergestellt und besteht somit aus 40-50% recyceltem PET - nur Rezyklat, welches aus gebrauchten PET-Getränkeflaschen hergestellt ist.

In der Regel mehrschichtige Sichtverpackung aus Kunststoff - besteht oft auch aus verschiedenen Kuntstoffarten oder ist sogar noch verbunden mit einer Aluminiumfolie, in welcher das Produkt zu sehen ist (z.B. für Tabletten, Glühbirnen, etc.). Solche Blister sind für den Recycling-Sack NICHT geeignet!

Der Konsument bringt seine Abfälle/Wertstoffe selber an eine zentrale, öffentlich zugängliche Sammelstelle, z.B. bei der Gemeinde, beim Entsorger oder beim Detailhandel; siehe auch im Gegensatz dazu «Hol-System».

Corporate Social Responsibility (Sozialverantwortung eines Unternehmens)

Unternehmen, welches die gesammelten Wertstoffe bei der Sammelstelle abholt (Sammellogistik), bei sich zwischenlagert, falls notwendig vorsortiert und Fremdstoffe/Fehlwürfe entfernt, wenn möglich zu Ballen verpresst und dann weiter zum Verwertungsbetrieb transportiert (Überführung).

Produkte oder Verpackungen, die nicht in die gewünschte Sammlung gehören, auch Fehlwürfe genannt (siehe im Gegensatz dazu auch «Zielfraktion»).

Ein Getränkekarton, im Volksmund auch „Tetra Pak“ genannt, ist eine Verbundverpackung aus Karton (Anteil 75%), Kunststoff-Folie (PE-LD, Anteil 21%) und allenfalls Aluminium-Folie (Anteil 4%) - die hier aufgeführten Anteile sind Durchschnittsangaben. Befüllt werden die Getränkekartons beispielsweise mit Milch, Fruchtsäften oder Fertigsaucen (weitere Details dazu finden Sie bei den FAQ).

Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz. Die Mitglieder der IG DHS sind Migros, Coop, Denner, Manor, Valora und Charles Vögele.

Hohlkörper sind Behälter oder Verpackungen mit einem Hohlraum wie z.B. Schalen (Früchte, Gemüse), Becher (Joghurt, Kaffee) oder Dosen (mit Schnappdeckel). Im Zusammenhang mit dem Recycling-Sack grenzen sich diese Hohlkörper klar von den Flaschen ab (mit Schraubdeckel).

Solche Behälter und Verpackung gehören NICHT in den Recycling-Sack!

Im Gegensatz zum Bring-System werden beim Hol-System die Abfälle/Wertstoffe von der Gemeinde oder einem Entsorger direkt bei den Haushaltungen eingesammelt (sogenannte haushaltsnahe Sammlungen). Hol-Systeme kennen wir bereits z.B. bei Papier, Karton, Grüngut oder dem normalen Hauskehricht.

Die Kaskadennutzung sieht für Wert-/Rohstoffe vor, dass diese durch stoffliche Verwertung (Recycling) so lange als möglich in einem Kreislauf gehalten werden, bevor sie dann endgültig einer thermischen Verwertung (Verbrennung) zugeführt werden müssen. So kann ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen sichergestellt werden.

Teil des Siedlungsabfalls, oft auch Hauskehricht genannt, der von der kommunalen Kehrichtabfuhr eingesammelt und in einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) verbrannt bzw. thermisch verwertet wird.

Ein Material bzw. Wertstoff wird werkstofflich verwertet, d.h. recycelt, und danach als Sekundärrohstoff für die Produktion gleicher oder ähnlicher Produkte wieder eingesetzt.

Verpackung für flüssige oder pastöse Produkte aus Kunststoff, welche in der Regel einen Schraubdeckel als Verschluss aufweist (weitere Details siehe FAQ).

Kehrichtverbrennungsanlage bzw. Kehrichtverwertungsanlage

Eine Kunststoffsorte: Polyethylen high density, Polyethylen hoher Dichte

Eine Kunststoffsorte: Polyethylen low density, Polyethylen niedriger Dichte

Zum Beispiel Verpackungsmaterial, welches nach dem Konsum als Abfall anfällt (im Gegensatz zu beispielsweise Produktionsabfällen)

Eine Kunststoffsorte: Polypropylen

Verein PET-Recycling Schweiz; Systembetreiber für die separate Sammlung von PET-Getränkeflaschen

(Werk)stoffliche Verwertung; siehe auch «Verwertung, (werk)stofflich»

Von einer gemischten Sammlung wird gesprochen, wenn mindestens zwei unterschiedliche Fraktionen (Wertstoff-Typen) zusammen bzw. kombiniert gesammelt werden.

Beim «Recycling-Sack» handelt es sich in diesem Zusammenhang um eine selektiv gemischte Sammlung (siehe auch unter «Sammlung selektiv»), da zwei verschiedene reine Fraktionen, Kunststoff-Flaschen und Getränkekartons, ganz gezielt und bewusst kombiniert gesammelt werden. Abfälle bzw. Verpackungen, die nicht stofflich verwertet, d.h. recycelt, sondern sowieso wieder verbrannt werden müssen, sind im «Recycling-Sack» unerwünscht und gehören nicht in die Sammlung!

Bei der getrennten Sammlung wird nur eine einzelne reine Fraktion erfasst. Diese Art Sammlung kennen wir bereits bei z.B. Papier, Karton, Altkleider, Altglas, PET-Getränkeflaschen etc.

Eine getrennte Sammlung kann auch als «selektive Separatsammlung» bezeichnet werden; siehe auch unter «Sammlung selektiv».

Eine Sammlung kann unter anderem als selektive Separatsammlung oder aber auch als selektive Gemischtsammlung bezeichnet werden. Das Wort «selektiv» bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die für die Sammlung vorgesehenen Fraktionen/Materialien ganz bewusst und gezielt ausgewählt wurden, um danach der stofflichen Verwertung, d.h. dem Recycling zugeführt zu werden.

Bei der selektiven Separatsammlung wird eine einzelne Fraktion gesammelt (z.B. PET-Getränkflaschen), bei der selektiven Gemischtsammlung werden zwei oder mehrere reine Fraktionen zusammen bzw. kombiniert gesammelt (z.B. Alu/Weissblech oder Kunststoff-Flaschen/Getränkekartons).

Der «Recycling-Sack» gilt somit als selektive Gemischtsammlung.

Der «Recycling-Sack» grenzt sich ganz klar von den normalen Gemischtsammlungen ab. Jene Gemischtsammlungen enthalten einen grossen Anteil an Abfällen/Wertstoffen (gegen oder sogar über 50%), die nicht stofflich, sondern thermisch verwertet, d.h. verbrannt werden müssen.

Dieses Gerät ist Teil einer Sortieranlage (Scheiben mit unterschiedlich grossen Löchern) zur Abtrennung von Kleinteilen (z.B. Teile von Deckeln)

Ein aus Kunststofffolie gefertigter Sack mit einem seitlichen Um- bzw. Einschlag (Falz).

Abfälle bzw. Wertstoffe (Fraktionen), die separiert vom normalen Hauskehricht gesammelt werden. Eine separate Erfassung ist die erste Grundvoraussetzung für ein hochwertiges Recycling. Der «Recycling-Sack» gilt als Separatsammlung.

Um die in einer gemischten Sammlung erfassten Wertstoffe (Fraktionen) einem hochwertigen Recycling zuführen zu können, müssen sie voneinander getrennt, d.h. sortiert werden. Dies geschieht heutzutage maschinell mit sogenannten optischen Sortiermodulen. In einer Sortieranlage sind verschiedene solcher Module hintereinander angeordnet. Jedes einzelne Sortiermodul ist speziell auf einen Materialtyp eingestellt, kann diesen erkennen und von den anderen Materialien sauber trennen.

Detaillierte Informationen zur Sortierung finden Sie unter folgendem Link: Recycling-Prozess, Prozess 6/9

Aus dickerer Kunststoff-Folie gefertigte, festere Kunststoffform, hergestellt im sogenannten Tiefziehverfahren. Solche Verpackungstypen finden wir z.B. bei Käse-, Fleisch-, Praliné- oder Süssgebäck-Verpackungen.

Diese Verpackungen gehören NICHT in den «Recycling-Sack»!

Technische Verordnung über Abfälle. Diese Verordnung wurde per 01.01.2016 durch die neue VVEA «Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen» ersetzt.

«Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen», allgemein auch als «Abfallverordnung» bezeichnet, ist seit dem 01.01.2016 in Kraft und hat die ehemalige TVA abgelöst.

Ein aus verschiedenen, flachen Einzelkomponenten hergestelltes Material. Solche Einzelkomponenten können z.B. einzelne oder mehrere Kunststoff-Folien, Faserstoffe oder auch Metall-Folien sein. Diese werden bei der Herstellung unter Druck, Hitze oder mit Klebstoffen sogenannt laminiert, kaschiert oder extrudiert. Verbundmaterialien lassen sich in der Regel nicht mehr von Hand voneinander trennen.

Aus gebrauchten Rohstoffen (Wertstoff) entsteht ein Sekundär-Rohstoff mit gleichen oder ähnlichen Eigenschaften wie der ursprüngliche Primär-Rohstoff.

Gebrauchte Rohstoffe (Abfälle, nicht recycelbare Wertstoffe) werden in einer Kehrichtverbrennungsanlage KVA verbrannt (Nutzung von Wärme und Dampf, Herstellung von Strom) oder z.B. in einem Zementwerk als Ersatzbrennstoff (Ersatz von Kohle, Oel oder Gas) eingesetzt.

Vorgezogene Entsorgungsgebühr. Diese Gebühr ist staatlich geregelt (per Verordnung). Die VEG ist bei Glas und Batterien bereits im Verkaufspreis integriert und dient zur Finanzierung des jeweiligen Sammel- und Verwertungssystems.

Vorgezogener Recyclingbeitrag. Dieser Beitrag ist privat geregelt und bereits im Verkaufspreis einiger Produkte enthalten (z.B. bei PET-Getränkeflaschen, Alu-Dosen, Lebensmitteltuben und Tiernahrungsschalen aus Aluminium, Weissblechdosen). Mit dem eingenommenen Geld wird das gesamte Sammel- und Recyclingsystem der jeweiligen Verpackung finanziert.

Vorgezogene Recyclinggebühr. Diese Gebühr ist privat geregelt. Sie wird zur Finanzierung der Sammlung und Verwertung von folgenden Produkten auf den Verkaufspreis geschlagen und ausgewiesen: Büro- und Unterhaltungselektronik, Elektrokleingeräte, Haushaltgrossgeräte, Spielwaren, Sportgeräte, Leuchten und Leuchtmittel.

Ausgewählte Materialien (Produkte, Verpackungen), die ganz bewusst und gezielt in der entsprechenden Sammlung erwünscht sind, gemäss der vorgegebenen Sammelanleitung. Beim «Recycling-Sack» sind dies Kunststoff-Flaschen und Getränkekartons (siehe im Gegensatz dazu auch «Fremdstoff»).